Über FASD
FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung)
- Die Fetale Alkohol Spektrumstörung (FASD: Fetal Alcohol Spectrum Disorder) ist ein Schirmbegriff für eine Reihe von angeborenen, lebenslangen und irreparablen Schädigungen, die durch Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft entstehen können.
- Bis heute kann keine unbedenkliche und gänzlich ungefährliche Alkoholkonsummenge in der Schwangerschaft identifiziert werden, weswegen die fachliche Empfehlung in der Schwangerschaft eine sog. „Punktabstinenz“ lautet, also ein Verzicht auf Alkohol während der gesamten Schwangerschaftsdauer. Dies ist gleichzeitig die einzig gesicherte Präventionsmöglichkeit.
- Die FASD wird im deutschsprachigen Raum unterteilt in drei Untergruppen:
- FAS: Fetales Alkoholsyndrom
- pFAS: Partielles fetales Alkoholsyndrom
- ARND: Alkohol bedingte entwicklungsneurologische Schädigungen
- In der Schweiz kommen jährlich schätzungsweise 1700-4000 Kinder zur Welt, welche ein Fetales Alkoholsyndrom (FAS) oder eine Fetale Alkohol Spektrum Störung (FASD) aufweisen.
- Statistisch muss also davon ausgegangen werden, dass in jeder Schulklasse mindestens ein Kind von FASD betroffen ist.
- Damit ist FASD – verursacht durch Alkohol in der Schwangerschaft – die häufigste nicht genetisch bedingte angeborene Erkrankung mit lebenslangen Folgen und kommt doppelt so häufig vor, wie das Autismusspektrum. Trotzdem bleibt das Thema FASD oft unerkannt und unterversorgt.