Behandlungsmöglichkeiten
Bei der Behandlung von FASD und zum Erzielen von bestmöglicher Entwicklung sind zu berücksichtigen:
- Möglichst sicheres und stabiles Umfeld
- Miteinbezug der zuständigen Bezugspersonen und Familien (Biologische, Pflege- und Adoptiveltern) mit bestmöglicher Psychoedukation und transparenter Kommunikation
- Entstigmatisierung und Entlastung der Familien
- Möglichst frühzeitige Diagnose und Frühförderung der Kinder mit anschließender Begleitung bis in das Erwachsenenalter
- Berücksichtigen der Individualität und Diversität der Symptomatik, aber auch altersgerechter und entwicklungsbedingter Veränderungen, dabei repetitive und geduldige Lernbegleitung
- Stets multimodale und interdisziplinäre Behandlung (z.B. bestehend aus spezialpädagogischen, logopädischen, physio-, sozio-, ergo- und psychotherapeutischen und reittherapeutischen Elementen)
- Behandlung von Komorbiditäten
- Unterstützung während der gesamten Schulzeit und bei der Schwellensituation zum Einstieg in den Berufsalltag (Leistungsfähigkeit? Geeignete Wohnform?).
- Überprüfung und Geltendmachung der IV-Ansprüche und Unterstützungsmöglichkeiten
Über die Behandlung von Erwachsenen mit FASD in der Schweiz liegen bisher kaum konkrete Informationen vor.
Bei eher nachträglich diagnostizierter oder vermuteter FASD im Erwachsenalter ohne Nachweis, gewinnen vor allem Psycho-und Soziotherapeutischen Massnahmen, Behandlung von psychischen Komorbiditäten und Abklärung sozialrechtlichen Aspekte des Lebens an Bedeutung.
